Verfasst von rasenschach.
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Ruud van Nistelrooy zum HSV – Ein guter Griff?
Gedanken von “John Devey“:
Die Verpflichtung Ruud van Nistelrooys ist ein zeichensetzender Schachzug für den HSV, im besten Falle sogar für die ganze Bundesliga. Wenn van Nistelrooy schnell fit wird und zu halbwegs normaler Form findet, wird er in der Bundesliga mit Sicherheit auf eine ansprechende Torquote kommen und sollte er gar gute bis sehr gute Form erreichen, ist er natürlich auch im internationalen Wettbewerb ein Spieler, auf den man bauen kann, selbst wenn van Nistelrooy schon im Spätherbst seiner Karriere ist, wie es das “kicker sportmagazin” ausdrückte. Aber van Nistelrooy ist kein Abzocker, er hat deutliche Abstriche beim Gehalt gemacht und sieht hier die Perspektive sich mit Einsätzen und Toren für die holländische Nationalmannschaft zu empfehlen. Eingewöhnungsprobleme darf es eigentlich nicht geben, van Nistelrooy spricht gut deutsch und Hamburg ist ja nicht weit von den Niederlanden entfernt. Zur Vorstellungspressekonferenz am Montag waren Teile seiner Familie angereist – mit dem Auto.
Für den HSV ist er, immer vorausgesetzt sein Engagement entwickelt sich positiver als das von Juan Pablo Sorin, eben auch ein Spieler, der den Planungsdruck von den Verantwortlichen nimmt, denn mit dem wahrscheinlichen Abgang Paolo Guerreros im Sommer braucht man natürlich einen mindestens ebenso guten Stürmer, was van Nistelrooy in meinen Augen auf alle Fälle ist.
Allein der Name van Nistelrooy wird die gesamte Bundesliga aufwerten, auch wenn er natürlich seine allerbesten Tage als Spieler wohl schon erlebt hat, aber es gilt: er ist das Beste, was ein Bundesligaverein, abgesehen vom FC Bayern, unter den gegebenen Voraussetzungen verpflichten kann, und ich bin zuversichtlich, dass van Nistelrooy sich voll reinhängen wird und den Zuschauern in den Stadien und an den Bildschirmen einige tolle Aktionen zeigen und viele Tore erzielen wird.

Gedanken von “gses“:
Der 1. FC Nürnberg verzichtet darauf Roy Makaay zu holen, der HSV jedoch suhlt sich in der Verpflichtung des Ex-Superstars Ruud van Nistelrooy. Wer von den beiden nun tatsächlich besser ist, wird sich in der Rückrunde wahrscheinlich nicht herausstellen, doch man darf durchaus einige Zweifel an der Verpflichtung von “Van the Man” haben. Für die Bundesliga ist es jedoch fantastisch. Auch wenn sie wiedermal nur als Ablageplatz für alternde Stars herhalten muss, einer der besten Stürmer der letzten 20 Jahre ist verpflichtet, und das zählt. Aus Hamburger Sicht muss man sich aber fragen: Was ist mit Marcus Berg? Eines der größten europäischen Sturmtalente wird somit einen “Sprung” nach hinten machen, denn er wird zweifelssohne im Schatten des Holländers stehen. Er wird weniger spielen, sich nicht wie geplant entwickeln – es bahnt sich an, dass ein mehr als vielversprechendes Talent wieder nicht richtig gefördert werden kann und 10 Millionen Euro in den Sand gesetzt wurden. Und um die dünne Personaldecke zu festigen – hätte es nicht auch eine günstigere Lösung getan, die mitten in der Karriere steht?
Sei es drum, der HSV wird wissen was er tut. Ein Imagegewinn ist das Ganze allemal, auch für zukünftige Verpflichtungen von Superstars (und Holländern) hat man einen weiteren Schritt getan. Der Liga gibt es für die Rückrunde nochmal einen unheimlichen Schub und mit Sicherheit schwere Spiele für den HSV. Denn die Gegner werden nun eventuell noch ein bißchen mehr rennen und kämpfen, denn was gibt es schöneres als einen echten Weltstar zu besiegen?
Gedanken von “Schmuedee“:
Van the Man zu Hamburg! Was soll man davon halten? Die besten Jahre hat er sicher hinter sich. Das dürfte nicht an der fehlenden Qualität liegen, sondern an seiner Verletzungsanfälligkeit und der daraus resultierenden mangelnden Spielpraxis. Das fortgeschrittene Alter dürfte jedoch keine Rolle spielen. Van Nistelrooy war nie bekannt für sein laufintensives Spiel, sondern eher für seinen guten Riecher. Und das ist wie Fahrrad fahren. Das verlernt man nicht. Für die Bundesliga ist er sowieso ein klarer Gewinn. Bis jetzt sind es zwar vor allem alternde Stars, die die Bundesliga beglücken, aber man erhofft sich durch deren guten Namen natürlich eine positive Kettenreaktion, um die Bundesliga auch für andere Weltstars interessant zu machen.
Fazit: Durch die gesparte Ablösesumme und die kurze Vertragslaufzeit ist es auf jeden Fall mehr als einen Versuch wert.
Ich halte das “von ihm lernen” für überbewertet. Wo will er sein Gelerntes denn umsetzen? Erst dann wenn RvN weg ist? Und hat man Berg deshalb geholt, damit er irgendwann Van the Man beerbt?
is doch alles gut. guerrero evtl. weg – dafür rvn.
und zu berg: junge leute und erfahrene leute sind eine gute mischung.
Wenn am Ende RvN und Berg zusammen den Stammsturm bilden, bin ich wieder ruhig.
Ich,als HSV-Fan, bin über die Verpflichtung sehr glücklich.
Ein Weltklasse-Stürmer mit einer solchen Torquote,einem derartig hohem Ruf und einem klaren Ziel(WM in Südafrika)sollte man nicht so davonziehen lassen.
Keine Ablöse und eine vernünftige Gehaltsforderung trifft man im heutigen Fußball auch nicht mehr oft an.
Die Schattenseiten des Wechsels sehe ich zwar auch,aber sehe ich kein Muster in der Vergangenheit das RvN besonders verletzungsanfällig geworden ist. Er musste zwar einandhalb Jahre aussetzen wegen 2 Verletzungen aber das passiert selbst jungen Spielern.
Also:
Auf auf, Van the Man
Wenn der 33jährige Ruud van Nistelrooy im Spätherbst seiner Karriere ist, befindet sich Zé Roberto mit 35 Jahren wohl schon im frühen Winter – und hat ja bis zu seiner Verletzung grandios gespielt.
Auch ich sehe kein Stürmerproblem beim HSV. Torun und Guerrero werden wohl abgegeben, was mir im Falle des Peruaners sehr leid tut. Dann bleiben Petric, van Nistelrooy und Berg. Ich denke, der Holländer kann viel Druck von dem Schweden nehmen. Berg kam ja auch damit nicht zurecht, dass er sofort funktionieren musste.
Van Nistelrooy hingegen sollte wie Robben bei Bayern sofort einschlagen, sonst wird er von den Medien ganz schön Gegenwind bekommen im Spätherbst seiner Karriere.
“Berg kam ja auch damit nicht zurecht, dass er sofort funktionieren musste.”
Es war ja nun wirklich nicht so dass Berg immer gespielt hätte. Er hat nicht so richtig das Vertrauen bekommen, wie soll ein Stürmer da funktioneren?
(auch wenn er jung ist usw. – in der “heutigen Zeit” ist man mit 20 nicht mehr so jung wie das früher einmal der Fall war – da können Karriere auch schon Mitte 20 schnell zu Ende sein, ebenso hat man nicht soviel Zeit sich zu entwickeln)
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Kleine Anmerkung zum Thema Marcus Berg. Ich denke, dass er zwar erstmal ins zweite Glied rutschen wird, aber von RvN soviel lernt, dass er ihn dann in 1,5 – 2 Jahre beerben kann.