Verfasst von JohnDevey.
Verfasst von JohnDevey.
Wem hilft die 50+1 Regel? – Ein Ketzer zweifelt am Dogma
Das Thema Investoren spukt im Moment fast überall herum, und die Mehrheit der deutschen Fans ist gegen Investoren, Abschaffung der 50+1 Regel und sogenannte englische Verhältnisse. Man kann diese Meinung durchaus vertreten, aber welche Gründe gibt es für diese Ansicht? Was bringt uns Fans die 50+1 Regel denn überhaupt?
Es melden sich viele Internet-User, Blogger und auch Journalisten zu Wort, aber selbst letztere können keine Argumente pro 50+1 liefern, sondern tun einfach so, als sei 50+1 ein Heiligtum, dessen Vorzüge und Schönheiten offensichtlich sind. Aber welche sind das? Gibt es wirklich Leute, die jahrzehntelang den Profifußball verfolgt haben und immer noch glauben, ohne entsprechendes Kapital sei im professionellen Sport auch nur eine einzige Partie zu gewinnen?
Wir scheinen tatsächlich ein Volk zu sein, das sich nicht nur politisch immer wieder selbst Knüppel zwischen die Beine geworfen hat, sondern auch im Fußball. Wir werden die Romantik wohl nie los.
Deutschland hat sich als einziges der großen Länder Europas mehr als fünfzig Jahre nicht nur geweigert das Profitum im Fußball zu akzeptieren, es hat sich in der alten Bundesrepublik und davor sechzig Jahre lang nicht mal die Mühe gemacht eine landesweite Liga auf die Beine zu stellen. Gemessen an den vorsintflutlichen Strukturen vor der Bundesligagründung, muß man es schon als Wunder bezeichnen, dass wir bei Weltmeisterschaften mit der Nationalmannschaft bestehen konnten, dass wir uns jedesmal wenn wir es wollten oder durften, qualifiziert haben und dass wir sogar bis 1963 einen WM – Titel gewannen.
Jetzt waren wir im Fußball mal ein paar Jahrzehnte auf der Höhe der Zeit, und schon müssen wir wieder künstliche Hindernisse errichten und unbedingt bewahren wollen, die genausowenig Sinn haben wie das jahrzehntelange Festhalten an einem überholten Amateurismus und das Aufrechterhalten von Ligastrukturen, die noch aus dem Kaiserreich, den Kindheitstagen des DFB, stammten.
Wie gedankenarm die Debatte über 50+1 ist, zeigt doch auch, dass die Verteidiger von 50+1 nicht nur kein Pro – Argument liefern können, sondern bei jeder Gelegenheit zeigen, dass sie die speziell deutschen Probleme gar nicht erkennen, die sich ergäben, wenn 50+1 denn tatsächlich einmal nicht mehr existieren sollte. Hier wird etwas verteidigt, was die Verteidiger selbst nicht gedanklich durchdrungen haben, denn welcher Investor ist an den zahlreichen Amateurabteilungen der Vereine interessiert? Was passiert mit den Vereinsmitgliedern, die doch wohl irgendwie abgefunden werden müßten? Den englischen Clubs wiederum wird vorgeworfen ihr ureigenes Geschäft nicht zu verstehen, seltsame Logik, wo doch die Premier League national mindestens ebenso sehr boomt wie die Bundesliga und international ungleich erfolgreicher ist, wenn man sich die Spitze, nämlich die Champions League, ansieht. Aber auch das Erschliessen neuer Märkte, etwa dem in Fernostasien, dessen Potential kein einziger Bundesligamanager erkannt hat. Und das ist der Witz an der Sache: Die Engländer bzw. die englischen Clubs sind Pragmatiker und keine Romantiker. Profisport ist kein Tummelplatz für Idealisten, sondern Wettbewerb, auch wirtschaftlich. Wenn wir unsere Clubs daran hindern sich beispielsweise von einem Abramowitsch aufkaufen zu lassen, dann steht es uns schlecht an, den seit jeher freieren Wettbewerb in England zu verurteilen. Dort hat es etwas 50+1 oder auch nur ähnliches nie gegeben, trotzdem betreiben die da ihren Profifußball seit fast hundertdreißig Jahren. Die Blase, die sich dort gebildet hat, wird vielleicht irgendwann platzen, aber wer trägt die Verluste, die dann entstehen könnten? Die Investoren, die sich eben nicht bei Nacht und Nebel von ihrem Eigentum trennen könnten, indem sie sagen: “Ich habe jetzt keine Lust mehr.” Im schlimmsten Fall hängt einem das eigene Eigentum wie ein Klotz am Bein, aber auch das ist manchen nicht klar, weil sie ganz nach deutscher Tradition nur an Sponsor oder Mäzen denken können.
Was auch immer wieder vorgebracht wird, ist unser beispielhaftes DFL-Lizensierungsverfahren. Das hat, streng genommen, mit 50+1 nichts zu tun, aber sei’s drum. Welche Zahlen hat Schalke 04 in der letzten Saison eigentlich vorgelegt, als es eine Lizenz für die jetzt laufende beantragte? Die DFL bildet sich doch einiges darauf ein mit ihrem Verfahren den Spielbetrieb für die laufende Saison sicherzustellen. Was kann ein Club, der zukünftige Zuschauereinnahmen bereits verpfändet hat, eigentlich noch in der Hinterhand haben? Die englischen Clubs, die zugegebenermaßen hohe Schulden haben, sind aber ausgerechnet jene, die sich in der Hand milliardenschwerer Privatpersonen oder Konsortien befinden. Die DFL predigt den deutschen Fans das deutsche Lizensierungsverfahren, sei das weltweit Beste. Warum sollte man so etwas glauben, wenn sich beweist, dass es nicht stimmt.
Mir ist klar, dass viele deutsche Fans sich auf ihren Verein und die Bundesliga konzentrieren, da gibt es gar nichts dran zu kritisieren. Aber müssen wir wirklich so eindimensional an den uns vertrauten Vereinsstrukturen hängen? Der Gedanke den Weg für Investoren freizumachen, ist gewöhnungsbedürftig, aber man sollte sich einfach mal klarmachen, wieviel oder wie wenig ein Fan oder sogar Vereinsmitglied heute in Deutschland zu sagen hat. Hier können wir regelmäßig Leute wählen, die dann in ihrer Amtszeit machen, was sie wollen. Darüber hinaus ist 50+1 doch wachsweich, denn nicht nur Leverkusen und Wolfsburg unterlaufen kaltlächelnd diese Regel, sondern auch Hoffenheim und frühere Mäzenatenclubs wie Fortuna Köln, Wattenscheid 09 oder der Club mit Herrn Roth, und darin liegt meinerseits kein Vorwurf an die genannten Clubs und ihre Fans. Aber eine Regel, die man nicht verbindlich für alle durchsetzen kann oder will, ist absurd.
Was haben wir Fans ohne 50+1 denn zu verlieren?
Und wer profitiert denn nun von 50+1? Niemand anderes als die Aufsichtsräte, Vorstände und Manager unserer Bundesligakapitalgesellschaften, die sich durch diese – ansonsten sinnfreie – Regel ihre Posten sichern, denn was ist manipulierbarer als die klassischen Mitgliederversammlungen unserer werten Bundesligaclubs?
@Joerg
Muß man ja auch nicht so sehen, aber gerade Gladbach und der HSV haben doch in ihren guten Zeiten auch international ganz vorne mitgemischt. Das hätte ich gern nochmal: HSV und Gladbach oder ähnliche Teams im jetzigen CL-Finale, wenn die Bayern drin sind, gibt mir das nichts. Da jubel ich lieber mit Solskjaer. Und der sportliche Erfolg auf CL-Ebene ist ohne wirtschaftliche Potenz nicht drin, was die BuLi derzeit aufbietet reicht schon nicht und der Abstand wird noch größer werden, fürchte ich. Klar, man kann das anders sehen, aber ich bin alt genug, um sogar noch das 5-1 der Gladbacher bei Twente Enschede gesehen zu haben.
Wenn wir von vornherein sagen CL-Sieg interessiert uns nicht, werden wir das bald auch an der Nationalmannschaft merken. Ballack hat gerade im “kicker” zugegeben, dass er Deutschland nicht wirklich als Titelfavorit ansieht. Das Interesse an der BuLi wird zwangsläufig nachlassen, wenn jegliche internationale Erfolge ausbleiben, und ein Erfolg in der EL ist nun mal höchst relativ, wäre zwar erfreulich, aber die Musik wird da nicht richtig gespielt.
Warum sollte die National11 automatisch besser sein, wenn die BL in der CL erfolgreicher wäre…? Haben nicht die Engländer mit 10 PL-Stars und einem MLS-Spieler die EM-Quali verpasst? Du wirfst den 50+1 Befürwortern vor keine Argumente für die Beibehaltung zu haben, gehst aber beiläufig von positiven Auswirkungen einer Abschaffung aus, ohne diese näher zu ergründen. Der Erfolg der PL liegt doch in erster Linie in den TV-Einnahmen begründet und nicht bei den Investoren. Die steigenden TV-Einnahmen haben diese Inestoren doch erst angezogen. Und in Deutschland fehlen diese TV-Gelder und deshalb würden sich auch die Chancen in der CL nach einer Abschaffung der 50+1 Regel nicht erhöhen. Könntest du bitte die in deinen Augen positiven Auswirkungen etwas ausführlicher darlegen?
@ Daniel
Guter Punkt mit den TV-Geldern. Da hast du recht. Allerdings würden Investoren vom Schlage Abramowitsch, Lerner und die Scheichs von Man City, gäbe es sie bei uns, die Einnahmelücke gegenüber England doch zumindest verringern. Rein logisch müßte ich jetzt natürlich fordern, dass sich auch bei uns die Erstligisten alle TV-Einnahmen allein unter den Nagel reißen und exklusiv einen Pay-TV Vertrag abschließen, aber gut, ich weiß selbst das ist nicht sehr wahrscheinlich und natürlich wollen das die Fans nicht. Da wären Investoren als Geldgeber doch gerade recht, dann können wir weiter Sportschau gucken.
Die positiven Auswirkungen liegen für mich auf der Hand: ganz plump gesagt, es würde (noch)mehr Geld in die Bundesliga fließen. Gerade die drei Ausnahmen Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim, wo Hopp ohne Frage de facto ein Investor ist, sich unter 50+1 aber den Anschein des Mäzens geben muß, weisen doch, auch wenn es vielen nicht schmeckt, den Weg. Für mich führt kein Weg daran vorbei, dass sich Spitzenspieler nur dann nach Deutschland verirren werden und wir unsere eigenen Stars nur dann halten können, wenn wir ,d.h. die deutschen Clubs, denen auch im internationalen Maßstab angemeßene Gehälter bieten können. Damit meine ich nicht, dass Geld allein oder ein Investor per se ein Erfolgsgarant ist, gute und harte Arbeit
muß auch dann noch geleistet werden, und manch ein Club würde auch dann auf die Nase fallen.
Dass die Nationalelf automatisch besser wird, habe ich nicht behauptet und tue es auch nicht.Ich habe meine Sorge geäußert, dass die NM weniger erfolgreich spielt, wenn unsere Clubs kaum gegen internationale Spitzenclubs spielen. Man kann unterschiedlicher Ansicht hierbei sein, denn natürlich könnten deutsche Spitzenclubs hauptsächlich mit ausländischen Spielern antreten, aber das Risiko besteht auch mit 50+1.
Ich glaube ich brache hier mal eine Lanze für die hier vertretende Meinung!
Ich denke man kann weder abstreiten das Geld heutzutage unerlässlich im nationalen wie internationalen Konkurrenzkampf ist.Und dieses Geld würde doch kommen.
Und die Aufhebung der 50+1 Regel sagt ja auch nicht automatich das irgendwelche Scheichs in die Bundesliga kommen, die nur für 2-3 Jahre ihren “Spaß” haben wollen.
WEN die Vereine als möglichen Investor sehen liegt doch immernoch in deren Hand. Keine MUSS einen Investor haben. Aber wenn man mal guckt wo die Vereine in Deutschland spielen, die schon Finanzielle “Nachhilfe” bekommen sieht man schnell das es sehr hilft.
Auch wenn Hopp sicher nicht sehr beliebt ist, aber man kann ihm nicht vorwerfen sinnlos Spieler gekauft zu haben. Es wurde auf junge Talente gesetzt und die Infrastruktur verbessert. Fordern wir Fans nicht genau DAS von unseren Vereinen? Und um diese Ziele zu verwirklichen benötigt man Geld,viel Geld.
Ich will damit nicht sagen das an 50+1 alles schlecht bzw an einer Abschaffung alles gut währe, sicher nicht! Aber ich denke diese Grundsätzliche Ablehnung auch nur daran zu denken 50+1 abzuschaffen ist falsch. Und auch wir Deutschen sollten uns einfach mal trauen einen Schritt zu machen der vllt als riskant erscheint.
Man braucht 50+1 ja auch nicht ohne Auflagen abschaffen. So kann ich mir durchaus ein Konzept vorstellen,dass Investoren so bindet, dass auch die Investoren ebenfalls hauptsächlig an den Erfolgt des VEREINS denken.Soeine Regelung ist doch sicher machbar,oder? So würde man einer befürchteten Investoren-Flut entgehen aber trotzdem den Vereinen eine Möglichkeit geben ihr Budget zu steigern und somit den gesamten Verein(nicht nur Spielerkauf)verbessern und auf das nächste Levek bringen.
Und genau das ist doch eigendlich das was wir alle wollen: Einen starken und konkurrenzfähigen deutschen Fussball, der seinen eigenen Charme nicht verliert.
@John
“Guter Punkt mit den TV-Geldern. Da hast du recht. Allerdings würden Investoren vom Schlage Abramowitsch, Lerner und die Scheichs von Man City, gäbe es sie bei uns, die Einnahmelücke gegenüber England doch zumindest verringern.”
Aber diese Art von Investoren haben sich doch gerade wegen der steigenden TV-Einnahmen und der globalen Popularität der PL einen PL-Klub gekauft. Investoren müssen doch einen Anreiz haben zu investieren und dieser Anreiz kann doch nicht alleine darin liegen, dass man es ihnen erlaubt Geld auszugeben.
Warum kaufen sich diese Investoren denn keinen spanischen oder italienischen Klub (Real und Barca kann man nicht kaufen, die anderen Klubs hingegen schon)? Warum sollen dann deutsche Klubs für diese Art von Investoren attraktiver sein als die anscheinend nicht auf der Einkaufsliste stehenden spanischen und italienischen Klubs?
Ich denke nicht, dass man den Aufstieg der PL in den letzten 20 Jahren an den Investoren festmachen kann. Der Hauptgrund liegt eben an den angesprochenen gigantischen TV-Einnahmen. Ich sage jetzt mal ganz provokant: die PL wäre in den letzten Jahren genauso erfolgreich gewesen, wenn es keine Investoren gegeben hätte. Chelsea wäre zwar nicht so stark geworden, Liverpool und Arsenal hätten aber mehr Geld für Spielertransfers zur Verfügung gehabt und Arsenal wird ohnehin nicht bezuschusst.
“Rein logisch müßte ich jetzt natürlich fordern, dass sich auch bei uns die Erstligisten alle TV-Einnahmen allein unter den Nagel reißen und exklusiv einen Pay-TV Vertrag abschließen, aber gut, ich weiß selbst das ist nicht sehr wahrscheinlich und natürlich wollen das die Fans nicht.”
Ich hielte das persönlich aus wirtschaftlichen Gründen für falsch. Bayern hätte dann zwar mehr Geld, insgesamt würden die TV-Einnahmen allerdings bei einer Einzelvermarktung zurückgehen und die Qualität der Liga insgesamt sinken.
“Da wären Investoren als Geldgeber doch gerade recht, dann können wir weiter Sportschau gucken.
Die positiven Auswirkungen liegen für mich auf der Hand: ganz plump gesagt, es würde (noch)mehr Geld in die Bundesliga fließen. Gerade die drei Ausnahmen Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim, wo Hopp ohne Frage de facto ein Investor ist, sich unter 50+1 aber den Anschein des Mäzens geben muß, weisen doch, auch wenn es vielen nicht schmeckt, den Weg.”
Auch wenn ich das Wort “Investor” selbst benutzt habe, ist die Begriffsbedeutung in meinen Augen hierzulande etwas unklar. Eigentlich wäre es besser von Klubeigentümern zu sprechen. Letztlich geht es ja darum Eigentum an einem Klub zu erlangen.
“Dass die Nationalelf automatisch besser wird, habe ich nicht behauptet und tue es auch nicht.Ich habe meine Sorge geäußert, dass die NM weniger erfolgreich spielt, wenn unsere Clubs kaum gegen internationale Spitzenclubs spielen. Man kann unterschiedlicher Ansicht hierbei sein, denn natürlich könnten deutsche Spitzenclubs hauptsächlich mit ausländischen Spielern antreten, aber das Risiko besteht auch mit 50+1.”
Ja, ich kann deine Argumentation durchaus nachvollziehen. Andererseits könnte man auch sagen, dass Spieler, die eben keine Marathonsaison bei ihrem Verein hinter sich haben bei einer WM/EM etwas frischer und vielleicht auch fokussierter sind. Ich habe vor dem WM-Qualispiel in Moskau einen englischen Artikel gelesen, in dem es geheißen hat die russische Mannschaft sei noch viel besser als vor einem Jahr bei der EM, weil mittlerweile 5 Spieler in der PL spielen, während bei den Deutschen einzig Ballack in der besten Liga der Welt spiele. Der Journalist ging von einem klaren Sieg der Russen aus. Und was ist passiert? Die Deutschen haben gewonnen und Russland ist in der Quali an Slowenien gescheitert. Ich will damit nur sagen, dass ich wenig davon halte,die Qualität einer NM daran zu messen in welchen Ligen sie spielen. Ballack hat in dem Interview versucht die Erwartungshaltung und den öffentlichen Druck zu senken. Daran erkennt man in meinen Augen seine Intelligenz. Ich kann Euphorie im Vorfeld einer EM/WM ohnehin nicht leiden und würde mir sogar ein paar Rückschläge in Freundschaftsspielen wünschen, da ich dann weiß, dass man ab der 1.Spielminute gegen Australien konzentriert und nicht überheblich aufspielt.
@akosombo
Unterstützung freut mich natürlich immer, dein Eintreten für Hopp ist ganz meine Meinung, denn er wirft nicht einfach mit Geld um sich, er hat offensichtlich auch die richtigen Leute geholt, nicht nur was den Spielerkader betrifft. Auch dass wir Deutschen nicht immer so verzagt und strukturkonservativ sein sollen gefällt mir, ganz klar. Mir persönlich wäre es zwar recht, wenn 50+1 ohne wenn und aber fällt, aber du hast recht, hier bei uns werden bestimmt erstmal Regularien erarbeitet, damit sich kein Club als zu sehr vom Schicksal benachteiligt fühlen muß.
@ Daniel
Für manche Menschen ist es scheinbar Anreiz genug ihr Geld in einen Fußballklub stecken zu können, z.B.Abramowitsch oder auch Lerner, der sein Footballteam in den USA finanziell wesentlich kürzer hält als Aston Villa, andere erhoffen sich wohl in erster Linie Rendite wie die neuen Eigentümer von Man Utd und Liverpool. Was treibt denn jemanden wie Hopp, der ja noch nicht mal Eigentümer von Hoffenheim sein darf ?
Ich hab nur höchst begrenztes Wissen über den Ligafußball in Spanien und Italien, deshalb eventuell sehr unfundiert: In Spanien gibt es zwei, in Italien drei große Clubs, die die “natürlichen” Meisterkandidaten sind, darüber hinaus gibt es in beiden Ländern die Einzelvermarktung der Fernsehrechte, die es erschwert sich auch nur mittelfristig mit einem Emporkömmling ganz oben zu etablieren. Nach allem was ich mitgekriegt habe, ist doch auch gerade der italienische Fußball wieder mal in einer Zuschauerkrise.
Sicher der Ursprung des Erfolges der englischen Clubs, liegt bei den TV-Geldern. Ich glaube der Pay-TV Zug ist für die DFL abgefahren, da werden sich die Einnahmen nicht mehr wesentlich steigern lassen und jetzt kann man in meinen Augen die Fans auch nicht mehr “erpressen”, wie es die PL-Clubs in den neunzigern getan haben. Da würden Investoren doch helfen mit ihrem Geld.
Ich habe mich vielleicht mißverständlich ausgedrückt, aber ich habe keine Einzelvermarktung gefordert, die gibt es in England auch nicht, die PL teilt die TV-Gelder nur nicht mit den unterklassigen Teams aus der Football League, und das kann man wiederum sehen wie man will, aber die Erstligisten profitieren davon. Dass eine Einzelvermarktung ganz und gar die Platzhirsche begünstigte, ist mir klar, und so etwas möchte auch ich nicht.
Gegen deine Argumentation bezüglich der NM kann und will ich gar nichts sagen, das kann man so sehen, und manches ist auch absolut richtig, was mein ursprünglicher Gedanke war, ist, dass eine sportlich niveauvollere BL auch bessere Nationalspieler hervorbringt, wenn sie denn bei ihren Clubs spielen und nicht fast ausschließlich Ausländer.
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nööö, sehe ich nicht so.
welche Liga ausser der Englischen ist denn besser als die BL??
Spanien?
wird von 2 Vereinen dominiert, die KEINEN Inverstor haben.
die anderen ca 22 Ersten Ligen der UEFA??
Bei den meisten dürfte es Inverstoren geben.
Nutzen sehe ich hier keinen