Premiere heißt jetzt Sky. Laut offiziellen Angaben soll sich bis auf den Namen kaum etwas ändern. Es soll nur ein positives Signal gesetzt werden, um neue Kunden an Land zu ziehen und endlich schwarze Zahlen zu schreiben.

Pünktlich zur Namensänderung flatterte am Samstag auch bei mir ein Brief von Sky ins Haus. Nach kurzer Überlegung, ob ich mir diese Werbung überhaupt zu Gemüte führen soll, öffnete ich den Brief und war dann doch angemessen überrascht. Es war zu lesen: „Premiere ist jetzt Sky. Für Sie bedeutet das ein komplett neues Angebot. Ihr bestehendes Premiere Abonnement können wir daher nach Ablauf der Vertragslaufzeit zum 31. August nicht mehr weiterführen und beenden es zu diesem Datum…
Premiere, das seit seiner Gründung jeden Vertrag ohne zu fragen, aber immer zu den bei Vertragsabschluss geltenden Konditionen, verlängert hatte, kündigt meinen Vertrag, bloß weil der Name geändert wurde? Von einer Arbeitskollegin, die einen Premiere-Vertrag über etwa 40 Euro besitzt, wusste ich, dass deren Vertrag verlängert wurde. Interessiert griff ich also zur Hotline, um den Sky-Kundenberater meines Vertrauens zu befragen. Zu meiner Überraschung war ein sehr netter und aufgeschlossener junger Herr (soweit man das übers Telefon beurteilen kann) am Apparat. Ich schilderte ihm den Sachverhalt. Seine Erklärung: Es haben sich angeblich Neukunden beschwert, die sich unfair behandelt fühlten. Bei Abschluss eines Vertrages zahlen diese nämlich einen höheren Satz als solche Kunden, die z.B. vor 5 Jahren einen Vertrag zu den damaligen Bedingungen unterzeichneten. Deshalb lässt Sky jetzt alle Verträge auslaufen, die unter dem Satz für das Basispaket liegen. Der Serviceberater riet mir dann, ich solle doch zu Sky wechseln. Die Kosten hierfür: 32,90 statt bisher 14,90 Euro. Auf meine Bemerkung hin, dass ich ja gar nicht wechseln müsse, weil Premiere sich ja nur umbenannt hat und meinen Vorwurf, dass Premiere die Namensänderung eiskalt dazu nutzt, den „Billig-Kunden“ einen teureren Vertrag ans Bein zu binden, folgte ein zögerliches: „Ganz ehrlich, da haben Sie recht.“

Gleichzeitig mit dem Namen Premiere endet nun also auch mein Abo. Der Versuch, mit versteckten Tricks und dem Tarnmantel einer Namensänderung neue Kunden zu gewinnen, hat dem Ansehen des Bezahlsenders sicherlich mehr geschadet als geholfen. Mein Wechsel zum Bundesliga-Angebot der Telekom war eigentlich schon beschlossene Sache. Doch leider hat die für mich zuständige Vertriebsstelle noch nicht auf digitalen Empfang umgestellt, so dass ein Wechsel nun nicht mehr in Frage kommt. Die einen können nicht, die anderen wollen nicht. Bleibt das gute alte Radio und dann um 18 Uhr die Sportschau. Nach endlosen ranissimo- und Premiere-Odysseen bin ich in dieser Saison quasi wieder “back to the roots”.

Autor: Schmuedee

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