Verfasst von Schmuedee.
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Ist es das werth?
Am 24. Juni war ein schwarzer Tag für alle „Wendy“-Fans. Die Dressurreiterin Isabell Werth, besser gesagt ihr Pferd, wurde positiv auf eine verbotene Substanz getestet. Eine Nachricht, die (mal wieder) die ganze Sportwelt erschütterte. Sportarten, bei denen man sich kaum vorstellen konnte, wie ein Betrug überhaupt vonstatten gehen soll, zeigen plötzlich ihre hässliche Fratze. Und so steht er plötzlich im Fokus des Interesses, der Sport der Gentlemen, der elegante Pferdesport.
Isabell Werth kommentierte die Vorwürfe erst verspätet nach einigen Tagen. Das erste offizielle Interview gab sie am Samstag der ARD. Aber warum so spät? War sie wirklich so geschockt, wie sie behauptet? Oder brauchte sie etwas Zeit für eine gute Ausrede, um noch halbwegs unbeschadet aus der Situation zu gelangen? Fakt ist, dass der Dopingwirkstoff Fluphenazin bei ihrem Pferd „Whisper“ nachgewiesen wurde. Werth behauptet, der Wirkstoff, der übrigens in Deutschland weder für Mensch noch Tier zugelassen ist, sei ihrem Pferd für die Behandlung der Zitterkrankheit verabreicht worden, jedoch nur 1 Mal. Sie behauptet in diesem Interview mit der ARD zudem, dass sie gar nicht wusste, dass der Wirkstoff in dem Medikament enthalten sei und dass sie ja gar nicht über solch detaillierte medizinische Kenntnisse verfügen könne.
Warum nicht mal googeln?
Aber warum dressiere ich ein Pferd, das an der Zitterkrankheit leidet und das u.a. nicht auf 3 Beinen stehen kann. (Ich mache, wenn ich an ADS leide, auch nicht bei einem Pfahlsitzwettbewerb mit). Außerdem hätte sich Werth über die Inhaltsstoffe des Medikamentes informieren müssen. Zwei Klicks im Internet und ihr hätte auffallen müssen, dass ihrem Pferd eine verbotene Substanz gespritzt wurde. Wenn eine ganze Karriere davon abhängt, darf man durchaus ein bisschen mehr Engagement erwarten. Entweder leidet Isabell Werth an übertrieben ausgeprägter Naivität oder es handelt sich schlicht und ergreifend um eine miserable Ausrede (Eine bessere gibt es in ihrer Situation aber wahrscheinlich auch nicht) Experten gehen zudem davon aus, dass der Wirkstoff nach einer einmaligen Anwendung längst nicht mehr hätte nachgewiesen werden können.
Ludger Beerbaum sagte kürzlich, dass der Pferdesport kein Streichelzoo sei. Das behauptet auch niemand. Aber genau das ist auch der Punkt. Bei jeder Sportart bei der Mensch (und in dem Fall auch Tier) an die Grenzen gehen und auch gutes Geld zu verdienen ist, wächst auch die Versuchung zu betrügen. Sollte sich der Pferdesport als genauso verseucht herausstellen wie z.B. der Radsport, dürfte sich das bei der Position Deutschlands beim nächsten olympischen Medaillenspiegel durchaus bemerkbar machen. Die Liste der sauberen Sportarten hat aber zumindest jetzt schon einen weiteren prominenten Vertreter verloren.
Autor: Schmuedee
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