Die Frage ob Franck Ribery den FC Bayern verlassen wird, stellt sich eigentlich nicht mehr. Es geht um das WANN. Dieses, nächstes oder übernächstes Jahr!
Berater und Funktionäre anderer Vereine kokettieren schon seit Wochen mit einem vermeintlichen Wechsel. Real, Barca oder Chelsea?

Ich möchte hier nicht den Eindruck entstehen lassen, dass ich mir einen Abgang von Ribery wünsche. Doch bin ich Realist genug, um zu wissen, dass es im heutigen Fußballgeschäft nur noch sehr wenig lebenslange Vereinstreue gibt – schon gar nicht bei einem Franzosen, der in Deutschland spielt. Ribery wechselte bislang in Zwei-Jahres-Intervallen die Vereine. Und genauso wird es diesmal auch kommen. So wie der FCB seinen Konkurrenten in der Liga die Spieler wegschnappt, so wird es ihm nun auf europäischer Ebene ergehen. Ein Spieler der Güteklasse Ribery hat die Macht einen Verein wie den FCB derartig unter Druck zu setzen, dass dieser einen Wechsel nicht verhindern kann. Es kann nur noch um eine möglichst hohe Ablöse gehen.

Höhere Ribery-Ablöse dank WM?

Höhere Ribery-Ablöse dank WM?

Wir sind inzwischen gewohnt, dass Verträge nicht mehr eingehalten werden. Das ist auch gut so. Denn ich möchte nicht, dass Ribery seinen Vertrag bei Bayern erfüllt und in zwei Jahren ablösefrei wechselt.  Doch ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, um die vermeintlich höchste Ablösesumme zu kassieren? Im nächsten Jahr kann sich der kleine Franzose der ganzen Welt in Südafrika präsentieren und seine Künste zum besten geben. Doch mit nur einem Jahr verbleibender Vertragslaufzeit wird vermutlich kein Verein mehr tief in die Tasche greifen. Hoffentlich haben die Verantwortlichen aus dem Fall Ballack gelernt!

Es scheint, dass Fußball-Europa diesen Sommer dem Wechselfieber erlegen ist. Selten waren die Gazetten so voll von Gerüchten und Vollzugsmeldungen. Genau deshalb sollte man jetzt versuchen Franck Ribery zu einem möglichst hohen Preis zu transferieren oder ein lukratives Tauschgeschäft zu arrangieren. Das Geld sitzt trotz Finanzkrise (noch) locker.
Doch wie bereits bei Kaka gesehen, ist solch ein Transfer keine Angelegenheit von Tagen. Wahrscheinlich werden wir noch viele Gerüchte und Spekulation über den Verbleib oder Wechsel von Ribery lesen, bevor es endgültig Klarheit geben wird.
Der FC Bayern wäre gut beraten eine klare Linie zu fahren. Ribery muss seinen Vertrag verlängern oder er wechselt. Die Alternative, dass es noch ein Jahr mit diesen Gerüchten und Aussagen weitergeht, kann nicht im Sinne des Vereins sein.

RSS Artikel-Abo