Verfasst von taktikfuchs.
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Der ewige Vierte
Bereits sieben Mal klopften die Kleeblättler aus Fürth an die Tür zur Bundesliga. Auch dieses Jahr schienen sie auf einem guten Weg zu sein. Doch seit einiger Zeit läuft es nicht mehr rund bei den Franken. Erst die 1:5-Klatsche in Osnabrück, dann verlor man bei Alemannia Aachen. Danach sprach auch der Trainer Benno Möhlmann Klartext. Er kritisierte die fehlende Einstellung bei Thorsten Burkhardt und gab dies als Grund für dessen Nichtberücksichtigung an. Dieser stand zuvor in jedem Spiel der Fürther in der Startaufstellung. Gestern folgte die nächste Niederlage bei den abstiegsbedrohten Rostockern. Damit verlor man den dritten Tabellenplatz an den verhassten Nachbarn aus Nürnberg, denn der Club gewann zeitgleich in Oberhausen mit 3:0. Die Statistik zeigt vor allem eine gravierende Auswärtsschwäche der Fürther, denn vor heimischer Kulisse verlor man zuvor nur gegen den 1. FC Kaiserslautern. Selbst nach dem Debakel von Osnabrück gewann man das bayrische Derby gegen die Löwen.
Ein ähnliches Phänomen gab es vor ein paar Jahren in Mainz. Die 05er spielten eine gute Saison nach der anderen, bis 2004 endlich der Sprung ins Oberhaus glückte. Doch in Fürth haben Tristesse und Lethargie Einzug gehalten. Bringt man sich wieder um die Früchte einer insgesamt gesehen doch recht guten Saison, oder können sie das Ruder noch herumreißen?
@Schmuedee, taktikfuchs:
Das mit Mainz muss man differenzierter sehen. 1997 hatten sie zwischen typischen Jahren des Abstiegskampfes im Endspiel gg Wolfsburg DIE Chance, verloren aber 4:5. Erst als Klopp vier Jahre später kam, war man dann 2mal Vierter bevor man schließlich aufgestiegen ist. Davor waren sie entweder in Abstiegsgefahr oder krebsten im Niemandland umher. Also passt Klopp und “Ruder rumreißen” in puncto “endlich geschafft” nicht ganz zusammen. Es gab ja nie das “Muss” aufzusteigen. Durch Klopp ist dann ein völlig überraschender Weg eingeschlagen worden, der bis heute mehr oder weniger anhält.
Fürth war in den letzten 8 Jahren 6(!)mal Fünfter (“lieber fünfter als fürther
) und letztes Jahr Sechster. Das ist schon ein anderes Kaliber. Das nur auf Möhlmann zu schieben ist viel zu einfach und erinnert mich zu sehr an Stammtisch. Die Mannschaft ist meines Erachtens immer so aufgestellt, dass sie es von der Kaderqualität her schaffen könnte, jedoch nicht muss. Sie spielen einen sehr mutigen, offensiven Fußball mit oft sehr jungen und talentierten Spielern – mit solchen Vorgaben ist es immer schwieriger nach oben zu kommen, als mit europäischen erst- und zweitligaerfahren Profis die auf souveränen Ergebnisfußball getrimmt werden, wie derzeitig z.B. in Duisburg, Lautern oder auch Mainz.
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Bei den Fürthern wirkt es schon fast chronisch. Die Mainzer haben es letztendlich nur geschafft, weil der Motivator Klopp das Ruder rumreißen konnte. Die Fürther werden mit dem lethargischen Möhlmann nie aufsteigen.